Von der Colmarerstrasse an die «Veia da Colm» und zurück

Was für eine traumhafte Wanderung zum «Lägh da Cavloc» – und dann noch das frisch gekochte Wildmurmeli-Pfeffer zum zMittag im Alpbeizli! Doch alles der Reihe nach.

Auf dem Weg in den Parc Ela – dem grössten Naturpark der Schweiz – machten wir einen kurzen Zwischenstop im Val Sporz/Tgantieni, wo wir ein erstes Mal auf einer 4-stündigen Bergwanderung die ganze Kraft der frischen Bergluft tanken konnten.

Bilderbuchwetter begleitete uns am Folgetag auch nach Savognin, bessergesagt nach Salouf – einem kleinen Bergdorf, in welchem meine Grossmutter Magdalena Wirth-Sonder aufgewachsen ist. Bereits am ersten Tag kamen wir mit Rolf und Marina Sennhauser ins Gespräch, welche vor 5 Jahren den Bauernhof von Leo Sonder übernahmen. Es freut mich, dass der Hof weitergeführt wird und die gesunden Hornkühe muuhten schon früh morgens aus dem Stall – was für ein heimeliges Gefühl jeden Morgen!

So waren wir nicht nur wegen der Kinder jeden Morgen bereits früh unterwegs. Am dritten Tag gings auf die Alp Flix und wir legten eine 9 Kilometer lange Wanderung zurück auf über 2000 müm, vorbei an glasklaren Bergseen und natürlich auch an der Schafskäserei (von welcher wir natürlich den «Flixer Schafskäse» im Sortiment haben). Kein Wunder ist der Schafskäse so geschmacksvoll, wenn man die Kräutervielfalt auf der Alp Flix gesehen hat. Das Gebirge erinnert teilweise an vukanartige Ebenen und auch in den klaren Bergseen sieht man Algen, welche von der Oberfläche bis zum Boden reichen. Eine Wucht an Natur begrüsst einem in dem Naturschutzgebiet oberhalb Sur beim Julierpass. Käse von der Alp Flix haben wir genügend, aber im Hofladen decken wir uns noch mit anderen kulinarischen Spezialitäten ein.

«E guete Jasser macht dr letscht» musste Cedric jeweils Abends erfahren – und so haben wir am letzten Tag die längste Wanderung angetreten zum «Lägh da Cavloc» im Engadin. Durch ein Sackmessergeschenk als Motivationsschub zogen auch unsere Kidz erfreulicherweise die anspruchsvolle Wanderung mit 400 Höhenmeter durch. Auch da war unser Ziel natürlich die Alpkäserei, welche Ziegenkäse und Mascarplin herstellt. Die Ziegen waren leider seit wenigen Tagen bereits wieder ins Tal, sodass wir einzig und unfreiwillig Bekanntschaft mit den «Geissebölleli» machten. Im direkt danebengelegenen Alpbeizli gab es aber noch Ziegenkäse, sodass wir 2 Laib mit ins Tal nehmen konnten – einer für den Eigengebrauch (mit Engadiner Honig….Mmmmhhh…) und einen selbstverständlich für unsere Kundschaft im Laden in Basel.

Kurz vor der Abreise trafen wir erneut Marina, welche uns noch Piz Toissa Alpkäse organisiert hatte von «Saloufer Hornkühen». Gianna Sonder, vermutlich über hundert Ecken Verwandt, pflegt den Käse von Hand in einem kleinen Natursteinkeller im obersten Hof in Salouf – kurz vor dem Fussweg nach Parsonz. 3 Laib gab sie uns mit, welchen wir nun mit besonders viel Freude und Emotionen auf dem Basler Stadtmarkt -direkt vor dem Rathaus- als «Monatskäse» verkaufen.

Die traditionelle «Schafschur» in Savognin verpassen wir leider – denn auch unser Betrieb ruft! Über 20 Kilometer Bergwanderungen, frische Luft, tolle Produkte, spannende Menschen und prächtiges Wetter verabschieden wir voller Energie in Richtung Basel.

Nun heisst es «fertig pläuschle» – das Fonduestübli kommt in grossen Schritten!